face It — you are the elite

Während in deutschen Haushalten Ostern zelebriert wird und Begriffe wie Familie und Liebe in Süßigkeiten verinterpretiert werden, treffen sich Nerds allerorten und nutzen die Gelegenheit ihrerseits, genau dort ausbrechen zu können und sich unter ihresgleichen zu versammeln.

So zu Camps, der Easterhegg vom CCC, oder, gelebte Demoszene, zu The Gathering oder, im Süden der deutschen Republik, zur Revision Party.

Auch ich war diesmal bei letzterer, im Übrigen zum ersten Mal seit der Benennung, und gerade eben zurück.

Ich bin sehr selten im Süden und im Saarland gleich nie.
Das letzte Mal wohl als Schüler in Idar-Oberstein, vor 16 Jahren. Und dabei hab ich eher die Wildnis kennengelernt.
Aber nun ja, Saarbrücken ist eine wirklich schöne Stadt. Leider kam ich natürlich nicht so in dem Maße dazu, die Stadt zu erkunden, wie sie es verdient hätte.

Vielleicht sollte ich noch einmal einen Urlaub dort verbringen.

VeganHacking

Dieses Jahr war zum zweiten Mal ein rein veganer Essensstand auf dem Partygelände vor Ort gewesen.DSCI0012
Allerdings und leider, leider war das Essen dort mehr als eklig und völlig überteuert.
Schade.
Dabei ist vegan sooooo lecker. Oder kann es sein. Naja, als Hannoveraner ist man da wohl verwöhnt. 😉
Aber nein, damit kann man keinen überzeugen oder bekehren. Damit schürt man nur weiter Vorurteile.
So blieb ich eben bei Pizza und Pommes und war froh, im Hotel eingecheckt zu haben.
Und im Gegensatz zu Hallenschläfern hatte ich zwar keine Bassmassage, aber jede Nacht gut Schlaf. =)

Bei geilstem Wetter versammelte sich nicht nur die Elite der Szene, die üblichen Verdächtigen, sondern auch viele Neue, Newbies.
Es gab dieses Mal auch ein Mentoringprogramm.
Nach vorheriger Anmeldung bekam man einen Sitzplatz am sogenannten Newbie Table, so konnte man andere Newbies kennenlernen, und war schonmal nicht mehr allein.
Es waren Ansprechpartner für alle Fragen da, die Neuen wurden an die Hand genommen und rumgeführt. Es gab einen Blick hinter die Kulissen.´Geile Idee und .. gut, daß wieder frisches Blut in die Szene kommt!

Die Jungs hatten in der ersten Reihe die Tische ergattern können, was sowohl gut, als auch schlecht war.

So waren wir immer nah am Geschehen dran, aber viel zu oft auch mittendrin.

Die Qualität der Compoentries war echt hoch!
Mal abgesehen von der ANSI / ASCII Compo, die diesmal eher stiefmütterlich mit entries bedacht wurde.

Unser Freund Prince / TOM^TRSI siegte hier sehr souverän.

Und ein Großteil der Entries in Intro / Demo waren irgendwie invitros. Hey, da könnte man eine eigene Compo draus machen.
(Invitro Compooooooo)

Desweiteren muss man natürlich auch die ganzen Events anmerken.

Von der Lifecoding Competition “Shader Showdown” über die musikalische Begleitung war
alles hervorragend.IMG_20150404_153241

Zu “Threeway with Ronny” mit Log00ber, Hoffmann und eben Ronny hab dann auch ich das Tanzbein einfach schwingen müssen.

Daß ich einen Laptop besitze, der Akkus (ja, auch neue) innerhalb von 20 Minuten leerlutscht, verhinderte leider eine Teilnahme an einem der Seminare.
Steht aber auf jeden Fall auf der Agenda für nächstes Jahr.
Meine eigenen Gehversuche im Shadercoding endeten meist eh in kritischen Systemabstürzen.

Ein weiterer hervorragender Event war die Vergabe der Meteoriks. Allen Gewinnern meinen Glückwunsch.

SceneSpirit

Eine traurige Aktion gab es leider, nämlich dass die Jungs der polnischen Crew Ghosttown bestohlen wurden und sie nun ohne Geld, Autoschlüssel etc. quasi in
Deutschland feststeckten.

Es wurde eine Donationbox am Infodesk eingerichtet, um die benötigten 800 Euro eventuell durch Spenden zusammen zu bekommen und zu überreichen.
Dieses Ziel wurde echt schnell erreicht und übertroffen.
Vielleicht ist der Scenespirit ja “still alive” ?! Familie und so und friendship rules.
Ich war auf jeden Fall schwer beeindruckt und auch die Jungs von Ghosttown mussten sich wohl ein Tränchen der Freude wegdrücken.

Am Ostermontag ging es dann, völlig am Ende (trotz Hotels), aber mit frischer Motivation wieder heimwärts.

IMG_20150405_212333Und ich sage: Danke, Revision, bis 2016! (( und dann mit Releases!))
Danke für den Spirit, die geile Atmosphäre, die zahlreichen Gespräche und die vielen Menschen, die ich kennenlernen durfte.

PS: Ich habe am Montag leider meinen Zug mittags erwischen müssen und konnte deswegen nicht am Prizegiving teilnehmen.
Ich gratuliere an dieser Stelle aber Gaspode und meinen Freunden Prince und viscid. Super Leistung!

Die Releases der Party sind -wie immer- auf Demozo zu finden.

Ein kurzer Blick auf die Brackets IDE

Im aktuellen ScreenGuide Magazin ist im Abschnitt “Fact & Feeds | Tools & Ressourcen” ein kurzer Abriß zu verschiedenen Tools zu lesen, unter anderem auch von Adobes Frontend Webeditor “Brackets”
Brackets? Noch nie gehört, jedenfalls nicht in diesem Zusammenhangm scheint aber mal einen Blick wert zu sein.

Die Webseite wirbt mit einer schönen und starken Oberfläche . . damit, dass Brackets komplett in Webtechnologien entwickelt ist (HTML5 und JS), dass es modular erweiterbar ist .. errrrrm.. mit einem Haufen markigen Sprüchen und unter anderem diesem Video :

Die Installation unter Windows einfach wie gehabt .

Der erste Start. .Und schon interessant. Die Oberfläche ist wirklich sehr hübsch und irgendwie eine Mischung aus Netbeans und Sublime Text 2 . =Dbrack

Und vor allem läuft die UI wirklich flüssig.
Bei einem Offline HTML5 / JS Programm dachte ich an ein schweres und schwerfälliges Scriptschlachtschiff.
Aber nein.

Nun gut, beim ersten Mal in den Vollbildmodus schalten, dauerte es so seine 5 – 10 Sekunden, aber dann ..
Aber dann . .

Das Editing funktioniert echt gut.
Teilweise sogar besser als in Aptana (wo man öfters mal die “Spitze Klammer Zu” sucht) und ich finde, weniger aufdringlich als im Netbeans. (Du nimmst das closed tag, wenn ICH das sage, sonst aufs Maul!)

Aber das ist ja Geschmackssache.

Der Editor -alles in allem- hervorragend.
Alles aufgeräumt und lässt sich auch bequem über shortcuts erreichen.

Die Livevorschau funktioniert ebenfalls hervorragend. Ganz im Gegensatz zu Webstorm übrigens . . wo ich mit der Pluginverlinkung alles andere als zufrieden war und was dazu führte, dass ich mit Webstorm (immerhin ein kommerzielles Produkt) nicht mehr arbeiten mochte.

Eine nette Idee ist das inline Editing von CSS Regeln, direkt im selben Dokument .. auch Javascript. (one document editing).
Dadurch entfällt das Mehrfenstern, hin und herschalten, nur um ein div zu deaktivieren, etc.
Weniger Klickarbeit, mehr flowing Workflow . .

bracketsIntext

Zu Plugins, Repositories etc. kann ich nach diesem ersten, flüchtigen Blick, natürlich noch nichts sagen, aber ich werde den Editor wohl für einige Projekte einsetzen, da dieser erste Blick mich entzückt hat . ;D

Dann später eventuell mehr .

Die Adobe Entwickler arbeiten hart an Verbesserungen . . Updates kommen so alle 2,5 Wochen raus, jedenfalls nach Aussage der Entwickler. .

Im Moment ist die aktuelle Version Sprint 40 (0.40.0 BETA) . . und ist natürlich noch nicht für den Produktiveinsatz geeignet .
Aber jetzt schon eine Empfehlung zur Frontendentwicklung.

Dragon’s Prophet angeschaut

Auch wenn mir aus Prinzip eigentlich Computerspiele deren Plot auf der Überstrapazierung fantastischer Motive wie Fabelwesen basieren, eher suspekt sind, so ließ ich mich dann doch überreden (von meinen Jungs – die haben es drauf 😉 ) Dragon’s Prophet zu installieren.

Dragon’s Prophet ist ein relativ junges f2p MMORPG aus dem Hause Runewaker ..

Runewaker zeichneten sich schon für Runes Of Magic verantwortlich und scheinen damit Erfahrung auf dem Gebiet f2p MMORPG zu haben. . Und es geht hauptsächlich um – Drachen ..
Ja Drachen ..
In der Tat ist irgendwie jedes Tier ein Drachen. Oder Drachkin .. *grummelz*

Aber mal schauen . .

Ich blogge nur in Kurzform meine signifikantesten Erfahrungen .. ^^

Als erstes kommt natürlich wie immer die Charaktererstellung . .

Was? Kein Bart? o.O Was geht ab?

Dabei gibt es Schieberegler für jedes Detail, von Augenbrauenwinkel bis Zahnlücke.dragons1
Und Haut-, Haar- und Ausrüstungs- Erst- Zweit- und Drittfarbe lassen sich nach rgb verändern.

Nur die Auswahl bei den Gesichtern ist etwas .. nunja .. eingeschränkt. Schade.
Schon allein die Trennung von Frisur und Bart würde mannigfaltige Kombinationsmöglichkeiten beinhalten. Und die Haarauswahl sollte auch nochmal überarbeitet werden. .

Zum Thema Charaktererstellung ist auf jeden Fall Gro

nkhs: Lets Play “Dragon’s Prophet” – #001 “Auf den Charakter kommt es an” zu empfehlen ^^
http://goo.gl/41pCJl

Naja .. Ich hab mir wie gehabt meinen >> Nachtglanz erstellt. und losgespielt. ^^

Das Spiel befindet sich in der Open Beta, aber die Sprechtexte bei den Quests und den Zwischensequenzen sind noch nicht übersetzt und im Original: Englisch mit deutschen Untertiteln. So auch im Intro.

C’mon Runewaker – get your job done!

Entweder ganz auf Englisch oder übersetzen. Sollte heutzutage doch Standard sein.

Als nächstes ist die Steuerung für ein MMORPG sehr gewöhnungsbedürftig und das Spiel actionlastig.
(Wo ist mein Mauszeiger?)

Also Menü, Bags, Crafting wird im Menümodus wie gehabt geklickt .. und die Action .. laufen und Kämpfe finden dann im Real Modus statt.

Interessant .. aber gewöhnungsbedürftig.
Das targeting sehe ich nur als Problem.. also ich hab schon oft versehentlich einfach die falschen angeschossen und in den Kampf gezogen.
Die Karte ist leider auch recht gewöhnungsbedürftig .. Sie ist sehr bunt und mit großen, einfachen Zeichen …
wie Mischung aus Knete in Candyland und GW2 Kartentyp .. Aber leider geht die Übersichtlichkeit arg verloren.dragons2

Das Spiel an sich macht Spass .. auch wenn ich noch in den Anfangsquesten stecke (ich wollte ja nur mal antesten) und die Jungs übernommen haben . =D

Interessant und auf jeden Fall bemerkenswert ist die Möglichkeit von Anfang an Drachen zu zähmen (wir erinnern uns — alles sind Drachen) und als Mount und Pet zu nutzen ..
*lach*
Sowieso eine geile Idee — Pet > Aufsteigen > Mount > und wieder in die Tasche 😉
Das Spiel kann auf jeden Fall was. . und muss sich nicht verstecken .. Wenn ich mal mehr Zeit finde, kann ich da auch mal weiterzocken. Hoffentlich wird das nicht wie bei Runes of Magic so ein BOOM! – Hype – Untergang . . =/

Wenn jemand eine casual Guild hat. . Gerne bei mir melden. 😉
Wenn jemand spezifischere Fragen hat – gerne meine Jungs fragen – die zocken eh besser als ich ;D
Und auf Eure Meinungen bin ich sowieso gespannt. Auf Facebook gerne .. Oder auch hier .. einfach kommentieren.

Star Citizen Crowdfunding? Oh Yeah!

Chris Robert’s Star Citizen ist schon mehr als beeindruckend.
Really ? Crowdfunding mit über 6 Millionen überfinanziert? Respekt.

Sollte ich einmal ein Spielprojekt angehen, dann auf jeden kickstartet.
Allerdings ist der Hype schon am abebben .. Wird sich aber stabilisieren und neben AAA Produkten am Markt etablieren.
Und dazu noch f2p und geht mit der Zeit ..ScreenShot0003-copy1 (1)

Was? Hat der Pilot sich gerade am Po gekratzt?
Janz wichtiger Milestone: AI integrieren um Pupsen und Rülpsen zu implementieren =D

Wort zum Freitag

Schwärze ..
alles verhüllende und Schmerz.

Da es im Leben keinen Koordinatenursprung gibt, der sich eindeutig festlegen lässt, kann ich nur sagen, ich bin NICHT 0/0/0 – – >
Aber 0 temporalkonstant.

Aber so lange man sich quält existiert man. Und Existenz ist im Grunde genommen in Ordnung.

Und bis es anders ist, bleibt nur weiterexistieren..
Weiterexistieren und hoffen. Vor allem hoffen.
Auf so ein Stück vom Glück .. elysiat.

Elysium. Ja.
Den gleichnamigen Film habe ich übrigens gestern im Kino gesehen ..

Gesehen und für gut befunden. Handfeste SciFi.

Nerdfacts: Wie sicher ist das Hoheitsgebiet von Elysium, wenn man an einem beliebigen LAN Knoten alle Systeme der Kolonie reseten kann?

Native Windows 8 Apps werden in Javascript mit HTML 5 entwickelt.
Wieso dann in ferner Zukunft wieder Assembler?

Und wieso schweben Bierflaschen in einem Schiff, das Schub gibt?

hmmmmmm .

So .. Wochenende. Und jetzt einigeln, abnabeln und nein .. Ihr könnt nicht helfen. .
Zu einem Depressiven zu sagen er solle sich zusammenreissen, ist wie einem Lahmen zu sagen, er solle schneller laufen. ,,I,,_

Linux, der Desktop und die Grabrede..

Vor kurzem erst, am 29. August, hat Miguel de Icaza in seinem Blog geschrieben, dass Linux auf dem Desktop gescheitert wäre, was zu einem mittelgrossen Gemurmel in der Linuxnutzer und Entwicklergemeinde führte.

Faktisch eine Grabrede.

Und damit nicht genug, befasste sich doch schon das Wired mit diesem Thema ( „OSX killed Linux“), ebenso wie Torvalds selbst. („why is Linux not competetive on desktop?“)

Torvalds erklärte vor Studenten der Aalto-Universität in Helsinki, dass der Desktopbereich der einzige Bereich in der IT Landschaft sei, der von Linux noch nicht komplett erobert worden wäre.
„Darüber ärgere ich mich zu Tode!“, so Linus.

Zeit, mir mal selber kurz Gedanken zu dem Thema zu machen.
Aber erstmal sortieren:


Sichtweisen

Miguel de Icaza behauptet, daß Linux auf dem Desktop gescheitert ist.

Die Hauptgründe sieht er in der Zersplitterung der Entwicklergemeinde, in den Inkompatibilitäten der Distributionen untereinander und der Entwicklerkultur, die eher auf sauberes Design erpicht ist, denn auf Abwärtskompatibilität.

Stichwort dazu „Kompatibilitätsschichten zu pflegen, gilt als weniger sexy, als neue Probleme zu lösen“

Zum Thema „Zersplitterung“ jedoch sollte sich, meiner Meinung nach, de Icaza selbst nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen… Warum? Rekapitulierend betrachtet, erntete er seine Lorbeeren als einer der beiden Begründer des GNOME Projektes.
Dieses Projekt entstand als Antwort auf das KDE Projekt – einer Idee, wichtige Applikationen, Utilities und das Handling in einer Sammlung zu vereinen, mit gemeinsamen Schnittstellen und Abstraction Layer.

Trolltech hatte zu diesem Zeitpunkt im Übrigen die QT Libraries bereits freigegeben, aber „frei“ war hier der FSF warscheinlich nicht „frei genug“.

Und so entsandte Papst Stallmann seine Kreuzritter, in diesem Falle de Icaza, um unter dem Banner der Freien Software, die Gottesfurcht in die Herzen der Heiden zu schlagen. . .

Errrrm .. Zu coden ..

Mit spitzer Zunge könnte man behaupten, aus rein religiösem Fanatismus hat er nicht unwesentlich zur Zersplitterung der Entwicklerkultur beigetragen, genau das, was er 15 Jahre später kritisiert.

So begann die Bekanntgabe des GNOME Projektes denn auch mit den Worten de Icaza’s :

We want to develop a free and complete set of user friendly applications and desktop tools, similar to CDE and KDE but based entirely on free software
(Miguel de Icaza, 1997)

Woraus man ersehen kann, dass de Icaza sich vollauf bewusst war, dass er ein weiteres konkurrierendes Produkt entwickelt, Entwickler und Resourcen abzieht und die Gemeinde spaltete.

Dass Linus als der geistige Vater Abwärtskompatibilität schlichtweg smashte, wie de Icaza behauptet, ist jedoch schlichtweg falsch. (Und eigentlich schon eine böswillige Unterstellung)

Oft genug wurden Patche seitens Linus rejected, um die Kompatibilität zu funktionierender Software aufrechtzuerhalten.

Linus Torvalds himself gab Linux auf dem Desktop recht gute Chancen.

In der oben bereits erwähnten Rede, (die mit dem berühmten Stinkefinger „Nvidia fuck you!“ endete), erklärte er, daß sich ein System nur durchsetzen kann, wenn es vorinstalliert ist.
Er gibt Linux noch gute Chancen, sich auf dem Desktopmarkt zu etablieren und nennt hauptsächlich das Chromebook hier als Successor.
Nicht jedoch in der aktuellen Generation und auch nicht in der nächsten.

„Man landet den Treffer nicht mit der ersten oder zweiten Generation. Mit der dritten vielleicht. Mit der vierten oder fünften Generation wird es richtig interessant. „ (Linus Torvalds)


eigene Ideen

Als allererstes : Ja, Linux auf dem Desktop hat versagt und
Nein, Linux wird sich auf dem Desktop auch nicht mehr durchsetzen ..
Das ist zu mindestens meine Überzeugung.

Auch wenn kaum ein Durchschnittsnutzer auf Windows 8 umsteigen wird (zu umständlich das System, zu ungewohnt das Handling), ist es unwarscheinlich, dass Windows 7 Geräte spontan zu Linux migriert werden.

Dieser Durchschnittsnutzer ist auch der Knackpunkt, der den Hasen zum Bellen bringt.
Denn es interessiert ihn nunmal nicht das System. Ihn interessiert die Software .. und die Mensch-Maschine Schnittstelle.

Er will nicht programmieren, skripten oder konfigurieren.
Er will nutzen.
Der erste Punkt : die Software, die vorhandene.
Eine Konversation zu diesem Thema lief bislang zumeist folgendermassen ab:

Gibt es denn sowas wie Word / Excel etc?
Ja, gibt es ..

Sowas wie Photoshop?
ja!

Soundbearbeitung, Videoschnittsoftware, Skype ???
Ja, Ja und . . . Ja !

Neuste Spiele ?
Schulterzucken .. .

Dazu muss man ja zusätzlich sehen, dass eben diese Flaggschiffe der Freien Software auch unter Windows laufen.
Warum also ein stabiles, einfaches System aufgeben, das nicht nur GIMP, LibreOffice etc. bereithält, sondern auch die neuesten Spiele, einen Browser mehr, und Photoshop, MS Office etc?
Und gegen ein System eintauschen, das bestenfalls instabil läuft und es immer ein wenig tricky ist, auch einfache Software zu installieren (Abhängigkeiten)

Dass Paketverwaltung und Installation von Nutzersoftware problemlos möglich ist, zeigen uns zum Beispiel die Installer von SuSE und Ubuntu.
Doppelklick – fertig .
Im Ernst, es interessiert keinen, welche lib von welcher wie abhängig ist und händisch aufgelöst werden muss.

Dass es möglich ist, Spiele nativ und closed Source zu installieren, hat uns Loki gezeigt.
Im Übrigen mit einem hervorragenden Installtool, dass den Windowsinstallern in nichts nachstand.
Auch hier: Doppelklick – fertig.
Leider war Loki zum Beispiel zur falschen Zeit am richtigen Ort und die Firma ging Konkurs, weil einfach niemand diese Produkte kaufte.
Nerds begnügen sich halt mit nethack oder Maze.

Und hier möchte ich sehr gerne einen Begriff verwenden, den Bill Gates in seinem Buch „Der Weg nach vorn“ prägte .. den Begriff der negative Spirale.

Ohne genügend stabiler Endnutzersoftware, die sich leicht und ohne Grundkentnisse installieren läßt, keinen Zulauf an Nutzern, die bereit sind, sich das OS zu installieren.
Ohne Nutzer keinen Anreiz für Firmen, Endnutzersoftware nativ zu entwickeln. Und ohne Endnutzersoftware …

Klar ..
Ausserdem ist es ja nunmal so, dass die Menschen das nutzen, was sie kennen. Hier kommt Linux schlichtweg zu spät.

Und mal ernsthaft .. Klar geht alles irgendwie.. Mal schlecht, mal noch schlechter,

aber der Endnutzer 08/15 möchte eben nicht lange in Konfigurationen rumfrickeln, um ein altes Windows Spiel mit Einschränkungen unter Wine zum Laufen zu kriegen…
To Do

Was müsste denn getan werden , um Linux auf dem Desktop doch noch zur Akzeptanz zu bringen?
Nach Linus’ Meinung ja auf jeden Fall Kollaborieren mit den Hardwareherstellern.
Um Linux zu präinstallieren und Komplettpakete verkaufen zu können.

Das Ziel dieser Bemühungen kann es nur sein, daß in Zukunft im Mediamarkt Fertigrechner oder All-in-Ones zu erwerben sind, die mit Linux vorinstalliert sind.
Um dieses Ziel überhaupt anvisieren zu können, muss sich jedoch der Entwicklerpool auf eine Basisditribution einigen.
Diese sollte am besten von einer Firma stammen und nicht aus freien

Um Monetarisierung und ein gewisses advokates Backing zu gewährleisten.

UBUNTU zum Beispiel steht ja in der Öffentlichkeit sowieso schon synonym für „Linux“.

Blogs und Vlogs wie das von Nixie Pixel ( nixiedoeslinux ) erreichen vor allem junge Leute und erhöhen die Akzeptanz des Systems in der Enduserzone.
Das, von de Icaza beschriebene, Konkurrieren der Distributionen, das bewusste Herstellen von Inkompatibilitäten, um Alleinstellungsmerkmale gegen andere Distributionen zu gewinnen etc, ist in der Tat ein massives Problem.
Jedoch ein bekanntes.
Wozu gibt es ein Arbeitsgremium, dass extra zum Zwecke der Vermeidung genau dieser Problematiken ins Leben gerufen wurde?

Die Arbeit der LSB muss zwingend gefördert und das Spezifizieren vorangetrieben werden . . .

Es kann auch nicht sein, dass finanzstarke Distributoren sich nicht an die Vorgaben der LSB halten.
Während freie Distributionen dies grundsätzlich tun.

Alles, was für den normalen Endnutzer von Belang ist, sollte vereinheitlicht werden.
Hier sind zwingend die Einstellungen einer X Shell notwendig und eine Designspezifizierung für alle grafischen Elemente, das xfce, etc, wenigstens gleichziehen können.

Es darf für den Endnutzer keinen Unterschied geben, zwischen xfce und gnome .. oder kde ..
Noch nicht einmal zwischen Linux Mint und SuSE …Noch nicht einmal zu Windows 😉


Die Zukunft

Linux auf dem Desktop hat versagt.
Wen interessiert das?

Sind Dektops nicht als solche sowieso gestorben? Wer benötigt in Zukunft noch Desktopsysteme? (Ausser die Entwickler selber)

Im Heimgebrauch haben schon längst Smartphones, Tablets und Settops die Wohnzimmer erobert.
Auch Firmen rüsten ihre Mitarbeiter längst mit mobilen Gadgets aus.

Und hier erhebt sich der Phoenix aus der herbeigeredeten Asche: im ersten Quartal 2012 hielt Android einen Marktanteil von 56,1% ..
Im Juli bereits 65,74%. Im Gegensatz dazu hat Apple 20,16% . . .

Um die 14 restlichen Prozente kloppen sich die Blackberries mit Microsoft . . .
Über 60 Prozent aller Settopboxen laufen auf Linux Multimedia Centern..

Also who cares?
Schachmatt! Global Players!